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Im Sommer 1979 wurde der Kulturverein in Puchheim gegründet. Die Erfolgsgeschichte des ältesten Kulturvereins im Landkreis Fürstenfeldbruck begann seinerzeit als Plattform für Kunstausstellungen. Ein Pressebericht vom 19.11.1979 ist betitelt mit: Eine „Schlafstadt“ soll belebt werden. In Puchheim etabliert sich ein Kulturverein.

Und weiter geht es im Text:  Ein neuer Verein präsentierte sich im Puchheimer „Hackerkrug“ der Öffentlichkeit. Diesem geht es allerdings nicht um körperliche Ertüchtigung, sondern um kulturelle Bereicherung für die Bürger der oft als Schlafstadt titulierten Kommune. Ein löbliches Ziel, so befand auch der damalige Rathauschef Erich Pürkner und machte sich bei der letzten Gemeinderatssitzung  für eine finanzielle Förderung eines solchen Konzeptes stark.

Da es sich bei den Mitgliedern des Vorstandes ausschließlich um „seriöse Personen“ handele, könne man davon ausgehen, dass das Geld auch  tatsächlich zur Belebung der örtlichen Kulturszene  durch Ausstellungen, Konzerte und ähnliches verwendet werde.  >Soweit die Historie aus dem Jahre 1979 aus Sicht der Presse.

Der Verein wurde im Mai 1979 mit 23 Mitgliedern gegründet. Gründungsvorsitzender war Dieter Jürgens. Zielsetzung war, „etwas Kultur“ in die Gemeinde zu bringen. Anfangs dominierten die Bildenden Künstler mit regelmäßigen Ausstellungen, aber schon bald wurden vereinzelt auch Jazz- und Kammerkonzerte organisiert. Ende der 1980er Jahre nahm der Verein einige Theaterbegeisterte vom Gymnasium Puchheim auf, die als  „Theater ex urbe“ bekannt wurden.

In den 1990er Jahren etablierte sich das Puchheimer Jugendkammerorchester (PJKO) 5 Jahre unter den Fittichen des Kulturvereins. Heute wird das Orchester als  selbständiger erfolgreicher Verein geführt. Seit 1999 veranstaltet der Verein ( bis 2010 unter der Federführung von Alois Leibold, damals Kassier des Kulturvereins) eine prominent besetzte Reihe von Jazzkonzerten.

Silke Wenzel, Vereinsvorsitzende von 2003 bis 2009, hatte in 2004 gemeinsam mit Michael Kaller, Leiter des Kulturamtes, die Idee der Puchheimer Taschenoper. Diese Produktionen wurden in 2008 mit dem Tassilo-Preis der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet. Die Reihe „Kammermusik in Puchheim“ ist in Zusammenarbeit mit Musikern aus dem Orchester  des Staatstheaters am Gärtnerplatz entstanden, die in den unterschiedlichsten Kammerbesetzungen im Kulturzentrum PUC auftreten.  Aber auch das Theater kommt nicht zu kurz. Der Schaukasten Puchheim, gegründet 2005 unter der Federführung von Johannes Kalwa, ist ein Theaterprojekt, welches mit schauspielerischen Mitteln versucht, dichte, eindringliche und intensive Theatererlebnisse zu ermöglichen.

Ein Großteil der Veranstaltungen wird gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Puchheim  konzipiert, organisiert  und realisiert.

2009 beging der Kulturverein sein 30jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wurde am 29. November 2009 im Bereich Obere Lagerstrasse/Lußstrasse  eine Winterlinde gepflanzt.